Häufige Fragen zur Gebäude- und Unterhaltshygiene

Seit einiger Zeit klagen etliche Schüler über Dornwarzenprobleme.
Gerade jüngere Leute, welche keine ausgeprägten Hornhautschichten an den Füssen haben, sind anfälliger auf diese Virusinfektion, welche oft während den Ferien in fernen Ländern erworben wird. Betroffene sollen ermuntert werden, einen Arzt aufzusuchen. Bei sog. Dornwarzen-Epidemien soll der Turnunterricht nur mit Sportschuhen erfolgen. Duschen- und Garderobenböden sollen täglich gereinigt und desinfiziert werden.

Das Trinkwasser in unserem Altersheim riecht unangenehm
Wahrscheinlich hat sich im Verlaufe der Zeit ein so genannter Biofilm im Trinkwassernetz gebildet. Totwasserzonen begünstigen die Bildung von Biofilmen. Da die Gefahr besteht, dass sich über kurz oder lang ein Legionellenproblem entwickeln kann, müssen die Leitungen durch eine Fachfirma gereinigt werden. Anschliessend empfiehlt sich der Einbau einer «Hygienespülung». Ebenso empfehlenswert ist, regelmässig mikrobiologische Analysen durchzuführen. Alte Menschen weisen oft Immunschwächen  und können heftig auf Infektionen reagieren.

Unsere Mieter klagen über Atemweg-Probleme. Das Minergie-Haus ist weniger als ein Jahr bewohnt.
Es könnte sein, dass die Lüftungsrohre bauseitig verschmutzt sind und Reste von Isolationsmaterialien das System belasten. Feinste Partikel der Verschmutzungen, resp. des Isolationsmaterials belasten die Atemwege. Ausserdem kann die Funktionsweise der Be- resp. Entlüftung beeinträchtigt sein. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit, was die Bildung von Schimmelpilz begünstig. Wir empfehlen, eine Fachfirma zu Rate zu holen. Diese kann mittels einer Kamera den Zustand der Lüftungsrohre überprüfen und ggf. reinigen und desinfizieren.

Sollen wir in unserem Wellnesscenter eine Fusssprühanlage installieren?
Dieses Thema wird in den Medien und selbst in Fachkreisen kontrovers debattiert. Dabei werden folgende Thesen vertreten:
a)    Die Besprühung der Füsse bringt nichts
b)    Im Bereich der Fusssprühanlage wurden z.T. die höchsten Keimbelastungen festgestellt.
Nun muss man wissen, dass für die Desinfektion nur Produkte eingesetzt werden dürfen, welche den Nachweis der Wirksamkeit erbringen und zwar in einer bestimmten Konzentration und während einer bestimmten Einwirkzeit. Anbieter sollen für ihre Präparate klinische und dermatologische Gutachten vorweisen. Zu Punkt b) Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Fusssprühanlagen mangels Wartung eine permanente Unterdosierung aufweisen. Somit kann es bereits in der Zuleitung zu einem Keimwachstum kommen.
Fazit dieser Ausführungen:

  1. Eine Fusssprühanlage macht Sinn, wenn die Anwenderinnen das Präparat auf der Haut eintrocknen lassen Somit können die Wirkstoffe ihren Zweck erfüllen.
  2. Verwenden Sie nur geprüfte und registrierte Präparate
  3. Die Anlage muss so gewartet sein, dass die geforderte Konzentration an der Austrittstelle  gewährleistet ist.
  4. Regelmässige Überprüfung der Anwendungs-Konzentration.


Den Einbau einer Fusssprühanlage ist aus oben aufgeführten Gründen empfehlenswert.

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